coliquio ist in den vergangenen Jahren selbst aus einem Start-up zu Deutschlands größtem Ärztenetzwerk herangewachsen. Auch deshalb begeistert uns die Innovationskraft von Start-ups, die mit ihren Ideen das Gesundheitssystem verändern. Deren neue Herangehensweisen an altbekannte Problemstellungen können eine immense Kraft entwickeln.

In diesem Artikel stellen wir drei spannende Start-ups vor, die uns überzeugen. Lassen Sie sich von deren innovativen Ideen und ihrem Gründergeist anstecken!

3 spannende Health-Start-ups, die überzeugen

neotiv

Neotiv – Demenz-Prävention und -Monitoring

Die Idee:      

neotiv ist eine App für Demenz-Prävention und -Monitoring. Ziel ist es, auf Grundlage technologiebasierter Gedächtnistests die Gehirnleistung von Usern zu testen. Den Usern soll die App präventiv helfen, Demenzrisiken zu reduzieren und weitere äußere Einflüsse und ihre Wirkung auf die Gehirnleistung transparent zu machen. So wird eine langfristige Prüfung und die entsprechende Anpassung möglicher präventiver und therapeutischer Maßnahmen möglich. Dabei stehen Gehirnregionen, die durch Alter und Alzheimer beeinträchtigt werden, besonders im Fokus. Ein demenzieller Krankheitsverlauf soll so frühzeitig erkannt werden. Das Magdeburger Start-up wird durch den Europäischen Sozialfonds und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Wer davon profitiert:   

Für die Patienten dient Neotiv als digitaler Assistent zur Gedächtnis- und Demenzvorsorge. Ärzte können zudem alzheimerbedingte Veränderungen bei fortschreitendem Krankheitsverlauf beobachten (Überwachsungsmechanismus). Zudem kommen die Daten der Wissenschaft zugute.

Was uns überzeugt:

Dem forschungsnahen Start-up gelingt ein Rundumschlag, denn Forschung und Anwendung bedingen sich gegenseitig. So werden erfasste Daten für die Weiterentwicklung der App genutzt und gleichzeitig der Dialog mit Stakeholdern des Gesundheitsmarktes geführt, um die Alltagstauglichkeit sicherzustellen. Die Gründer arbeiten auf wissenschaftlich hohem Niveau, was den Patienten zugutekommt. Die BETA-Version soll bereits dieses Jahr auf den Markt kommen.

Kinderheldin – eine Antwort auf den Hebammenmangel

Die Idee:      

In Zeiten steigender Geburtenraten, Hebammenmangel und teuren Versicherungsprämien für Hebammen soll der Onlineberatungsservice Kinderheldin für werdende Mütter und Eltern eine echte Hilfe sein. An sieben Tagen in der Woche beantworten ausgebildete Hebammen per E-Mail, Live-Chat oder persönlichem Telefonat alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Säuglinge. Eine Sitzung dauert 20 Minuten, bei Bedarf auch länger.

Wer davon profitiert:

Werdende Eltern und junge Familien können auf eine unkomplizierte und schnelle Versorgung bauen. Kinderheldin bietet eine medizinisch fundierte Beratung für alle akuten sowie allgemeinen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Kind. Das Ganze funktioniert ortsunabhängig und dennoch persönlich und ist somit ein guter Lösungsansatz für eine aktuelle, gesellschaftliche Herausforderung.

Was uns überzeugt: 

Kinderheldin zeigt, dass Technologie dazu beitragen kann, Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Ob in der Stadt oder auf dem Land – es wird immer schwieriger, Hebammen zu finden. Kinderheldin bietet eine digitale Alternative und ist so ein spannendes Anwendungsbeispiel der Teleberatung. Der Service ist bereits verfügbar, zudem wird momentan daran gearbeitet die Abrechnung mit Krankenkassen zu ermöglichen.

Doctorly

Die Idee:          

Doctorly ermöglicht mit dem Einsatz smarter Technologien eine verbesserte Praxisorganisation. Die Software wurde von Ärzten für Ärzte entwickelt. Im ersten Schritt soll die Software das Arbeitsumfeld vom Praxen zukunftsfähig machen – und zwar durch die Integration von zeitaufwändigen Arbeitsabläufen in ein einziges Programm. Dadurch reduziert sich der Zeit- und Koordinationsaufwand wesentlich. Administrative Aufgaben von der Terminvereinbarung über die Abrechnung bis zur elektronischen Krankenakte können digital erledigt und Krankheitsverläufe anschaulich visualisiert werden. Die Daten werden in einer Cloud gesichert.

Wer davon profitiert:

Durch den Einsatz von Doctorly können Ärzte und ihr Team eine verbesserte Patientenversorgung gewährleisten, weil zeitaufwändige Arbeitsabläufe wegfallen. So profitieren beide Seiten: Patienten und das Praxisteam.

Was uns überzeugt:   

Die Digitalisierung von Praxisabläufen ist für viele Ärzte noch eine Herausforderung – und Doctorly könnte eine Antwort sein. Insbesondre mit der elektronischen Patientenakte geht Doctorly den entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft.

Start-ups und Pharma – Kooperationen mit Win-Win-Potential

Auch die besten Ideen müssen finanziert werden und brauchen Branchen-Kow-how. Das bietet etablierten Pharmaunternehmen die Chance, von der Innovationskraft junger Start-ups zu profitieren: Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den sich durch Digitalisierung schnell wandelnden wirtschaftlichen Strukturen sicherzustellen, fördern viele Unternehmen durch Inkubatoren gezielt Start-ups. So können die ‚alten Hasen’ und die ‚jungen Wilden’ voneinander profitieren und miteinander wachsen.

Bayer verspricht sich von neuen Partnerschaften im digitalen Bereich beispielsweise, enge Verbindungen mit Start-ups aus dem Life-Science-Bereich aufzubauen und dadurch seine Aktivitäten rund um Open Innovation zu fördern:

„Der globale Open-Innovation-Ansatz bei Bayer umfasst eine Reihe erfolgreicher Crowdsourcing- und Co-Working-Initiativen sowie den CoLaborator™. Ziel der Programme ist es, die Kräfte von klugen Köpfen außerhalb mit denen von Bayer zu bündeln, um neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten oder neue Lösungsmöglichkeiten für den Pflanzenschutz zu entwickeln.“

Die teilnehmenden Start-ups erhalten finanzielle Unterstützung und können – je nach Initiative – auch von den Räumlichkeiten und dem Know-how auf dem Gebieten Life Sciences oder IT profitieren.

Auch die Pfizer-Sparte Essential Health kooperiert mit dem  Flying Health Incubator, um die Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte voranzutreiben und durch eine engere Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichsten Akteuren zu bündeln.

Ähnlich arbeitet auch Heartbeat Labs. Die Plattform ist weit mehr als ein klassischer Investor. Heartbeat Labs liefert die Kombination aus Branchenwissen und digitalem Know-how und investiert mit 0,5 bis 5 Millionen Euro Startkapital, um Start-ups marktfähig zu machen.

Noch mehr Start-ups kennenlernen?

Das können Sie auf dem coliquio Summit am 21. Juni 2018 in Berlin!

An diesem Tag teilen nicht nur innovative Start-ups ihre Ideen, es kommen zudem Digitalexperten und Branchenvertreter mit Best Practices zu Wort: Sie identifizieren die größten Chancen dieser Zeit für Pharma, liefern die nötigen Hintergründe und zeigen konkrete Umsetzungsmöglichkeiten auf. Wir freuen uns auf Sie!

Amira Sabeur
Amira Sabeur
ist Redakteurin bei coliquio Insights und berichtet über aktuelle Marketing-Themen und ihre Relevanz für den Gesundheitsmarkt.

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Luise Recktenwald

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