Vom 18. bis 21. April 2026 verwandelte sich das RheinMain CongressCenter in Wiesbaden wieder in den Nabel der Inneren Medizin. Der 132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bot ein vollgepacktes Programm. Mittendrin: Die coliquio-Redaktion, die vier Tage lang vor Ort war, um die wichtigsten Debatten, medizinischen Neuerungen und klinischen Praxis-Highlights einzufangen.

Unter dem ambitionierten Motto „Paradigmenwechsel in der Inneren Medizin – die Zukunft gestalten“ führte Kongresspräsidentin Prof. Dagmar Führer-Sakel durch die Veranstaltung. Angesichts von exponentiellem Wissenszuwachs und Umbrüchen in den Versorgungsstrukturen fordern Medizin und Gesellschaft neue Wege. „Wir haben ein volles Haus“, zog die Kongresspräsidentin im exklusiven coliquio-Videointerview eine überaus positive Zwischenbilanz und betonte dabei vor allem wegweisende Innovationen in der metabolischen Medizin sowie den dringend nötigen Blick ins europäische Ausland.

Vier Tage volles Programm: Die redaktionelle Arbeit vor Ort

Um all den Ärztinnen und Ärzten, die nicht selbst in Wiesbaden sein konnten, den bestmöglichen fachlichen Überblick zu bieten, hat das coliquio-Redaktionsteam die Inhalte aus vier Tagen Kongresspräsenz kompakt gebündelt. Der klare Fokus lag dabei auf einem direkt nutzbaren Output für die Community: Aus dem Besuch zahlreicher Sessions und Pressekonferenzen sowie exklusiven Gesprächen mit Experten und Kongress-Speakern entstanden über 30 fundierte Fachartikel und Video-Interviews. So gelangt das aktuelle Praxiswissen des Kongresses direkt und unkompliziert auf die Bildschirme der Kolleginnen und Kollegen.

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Themenvielfalt: Von Leitlinien-Updates bis zur aktiven Kongressgestaltung

Die umfassende Berichterstattung spiegelt die große fachliche Breite der Inneren Medizin wider. Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr die aktive Mitgestaltung des Programms durch coliquio selbst.

Fokus KI & Digitalisierung – coliquio gestaltet mit 

Künstliche Intelligenz verändert den klinischen Alltag schon heute. In einer vierteiligen coliquio-Videoreihe wurde der Status Quo beleuchtet. Ein besonderes Highlight war zudem das Symposium der Korporativen Mitglieder, das coliquio aktiv mitgestaltet hat: Unter dem Vorsitz von Kerstin Dehn (Geschäftsführerin coliquio), Sumita Sarkar und Dr. Christian Petrik wurde das Thema „Shared Decision Making in Zeiten von Dr. Google und ChatGPT“ diskutiert.

Wie geht man mit Patientinnen und Patienten um, die bereits mit einer digital generierten „Vor-Diagnose“ ins Sprechzimmer kommen? Während einige Kolleginnen und Kollegen die Vorabinformation als Chance für Gespräche auf höherem Niveau sehen, mahnen andere zur Vorsicht vor der „Janusköpfigkeit“ der KI und fordern eine evidenzbasierte Anleitung zum kritischen Umgang mit diesen Tools.

Gesundheitspolitik & klinischer Alltag 

Ein heiß diskutiertes Thema war das kommende Primärarztsystem infolge des Koalitionsvertrags 2025. Was die verbindlichen Überweisungspflichten für Fachinternisten bedeuten – zwischen Risiko und Chance zur Neupositionierung – wurde detailliert aufbereitet. Daneben ging es um modernes Arbeiten: Job-Sharing auf der Intensivstation, eine gesunde Fehlerkultur und die erfolgreiche Delegation an Physician Assistants (PA).

Infektiologie, Prävention & Reisemedizin 

Diskutiert wurde ein Paradigmenwechsel bei Antibiotika (kürzere Einnahme, mehr Oralisierung). Auch der Klimawandel stand im Fokus: Neue Infektionen wie Chikungunya, Dengue und das Oropouche-Virus erreichen Europa. Präventiv wurde zudem ein wichtiges HPV-Update gegeben, das die Relevanz der Impfung für Männer und nach Konisationen unterstrich.

Kardiologie, Nephrologie & Rheumatologie 

Die Redaktion berichtete über Leitlinien-Diskrepanzen bei Hypertonie, neue Wirkstoffklassen in der Nephrologie (Dreifachkombination bei CKD) und lebenswichtige „Red Flags“ bei der Riesenzellarteriitis, um Sehverluste zu vermeiden. Coliquio-Leserinnen und -Leser konnten zudem bei kniffligen Fällen interaktiv miträtseln – vom rätselhaften Fieber in Amazonien über monatelange Diagnosesuchen bei Fieber unklarer Genese bis hin zu komplexen Long-Covid-Befunden.

Ausblick auf 2027: Gesund älter werden 

Im exklusiven Video-Interview gab die designierte Kongresspräsidentin Prof. Dr. med. Ursula Müller-Werdan (Direktorin der Klinik für Geriatrie und Altersmedizin an der Charité Berlin) einen Ausblick auf den 133. Internistenkongress im April 2027.

Unter dem Leitthema „Gesund älter werden“ rückt die DGIM eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit ins Zentrum. Das Motto ist dabei weit mehr als eine medizinische Zielsetzung; es fügt sich unmittelbar in die von den Vereinten Nationen ausgerufene „Dekade des gesunden Alterns“ ein. Prof. Müller-Werdan betonte, dass es der Inneren Medizin nicht allein um die statistische Verlängerung der Lebenserwartung gehen darf, sondern primär um die Ausweitung der Gesundheitsspanne. Es gilt, die Jahre, in denen Menschen bei guter Lebensqualität aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, messbar zu vermehren.

Der wissenschaftliche Fokus des kommenden Jahres verspricht erneut eine enorme Breite: Von der molekularen Aufklärung von Alterungsprozessen an Organen bis hin zu neuen Strategien in der primären und tertiären Prävention. Ein zentrales Anliegen der Kongresspräsidentin ist es, die gesamte Versorgungskette abzubilden. Innovationen in der Pharmakotherapie, die strukturelle Unterstützung durch Künstliche Intelligenz und digitale Tools sowie neue Konzepte für die ambulante, stationäre und rehabilitative Versorgung sollen interdisziplinär diskutiert werden.

Autorin: Marina Urbanietz

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