Blick in die Arztpraxis der Zukunft
Volle Wartezimmer, überlastete Teams und analoger Bürokratie-Frust prägen noch immer viele Arztpraxen in Deutschland. Doch der Wandel hin zur smarten Praxis hat begonnen. Im Juli können coliquio-Mitglieder einen exklusiven Blick in die digitale Praxis der Zukunft werfen und sich Tipps abholen!
Der administrative Aufwand ist im medizinischen Alltag einer der größten Zeitfresser. Am Ende fehlt oft genau die Kraft, die für das Wesentliche gebraucht wird: die menschliche und medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Wie der Ausweg aus dieser analogen Bürokratiefalle gelingen kann, zeigen mutige Ansätze im Gesundheitswesen. Für Pharma-Unternehmen und Agenturen bietet dieser frühe Einblick die Chance, fundamentale Marketing-Fragen rechtzeitig zu stellen und die eigene Markenkommunikation auf die Workflows von morgen vorzubereiten.
Live-Streaming-Event: Erleben Sie die digitale Arztpraxis von morgen
Im interaktiven Fortbildungsformat „DigitalisierungSPEZIAL“ zeigt der Münchner Digital-Pionier Dr. med. Ahmad Sirfy in einer Video-Reportage direkt aus der SmartPraxis®, wie der Ausweg aus der Bürokratiefalle gelingt. Während des Live-Streams beantwortet der Experte Ihre Fragen im Chat.
- Termin: Mittwoch, 29. Juli 2026, 18:30 – 19:30 Uhr
- Referent: Dr. med. Ahmad Sirfy (Facharzt für Allgemeinmedizin, Inhaber SmartPraxis® München)
- Themen: Technische Umsetzung, Teamakzeptanz, Ethik & KI-Einsatz
- Zielgruppe: Approbierte und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
Neue Workflows im Praxistest: Entlastung durch intelligente Vernetzung
Wie eine strategische Transformation in der Praxisrealität geleitet werden kann, zeigt das Konzept der SmartPraxis® in München von Inhaber Dr. med. Ahmad Sirfy. Das Ziel ist eine nahtlose Patient Journey, die den administrativen Aufwand konsequent dorthin verlagert, wo er das Praxisteam nicht belastet: in das Wohnzimmer des Patienten.
Dr. Sirfy beschreibt die Motivation hinter seiner Vision so:
„Der erste Workflow, der mich sogar in meinen Träumen heimgesucht hat, war die Frage: Wie kann der Weg von der ersten Idee des Patienten, dass er einen Arzt braucht, bis zum eigentlichen Behandlungstermin komplett digital ablaufen?“
Die Lösung liegt in der konsequenten Auslagerung der Bürokratie vor dem eigentlichen Praxisbesuch:
„Wir möchten die gesamte Administration um Registrierung, Anmeldung und Datenschutzformulare im Wohnzimmer des Patienten erledigen. Und das gelingt uns.“
Sein langfristiges Ziel geht noch einen Schritt weiter: In vier bis fünf Jahren soll die klassische Anmeldung in ihrer jetzigen Form komplett abgeschafft sein, um personelle Ressourcen produktiver einzusetzen.

Was ist mit psychologischen Hürden im Team?
Nach Ansicht von Dr. Sirfy scheitern viele Digitalisierungsprojekte daran, dass sie falsch angegangen werden: „Häufig betrachtet man das Problem viel zu technisch. Eigentlich geht es aber um Ängste im Team und bei den Verantwortlichen. Wenn man diese ernst nimmt und offen bespricht, löst man bereits einen Großteil des Problems.“ Der wichtigste Schritt zu Beginn sei es daher, eine passende Software zu finden, welche die gesamte Praxis strategisch orchestriert.
Mehr Raum für das Menschliche
Entgegen der oft geäußerten Skepsis, dass Technologie die Medizin entmenschlicht, bewirkt die gezielte Automatisierung – etwa bei der Dokumentation und Codierung im Backend – das genaue Gegenteil. Sie nimmt dem Arzt die kognitive Last. Dr. Sirfy teilt dazu eine ganz pragmatische Erfahrung:
„Ich bin ein Mensch. Ich kann mir diese ICD-Codes nicht alle auswendig merken, aber die KI liefert das wirklich sehr zuverlässig.“
Die gewonnene Zeit fließt direkt zurück in die Patientenversorgung. Automatisierung schafft hier erst die nötigen Freiräume für das Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Der Experte ordnet den Einsatz von Technologie und Menschlichkeit klar ein:
„Es gibt Patienten, die mögen die Anonymität, und es gibt andere, die schätzen das Herzliche, das Menschliche. Wir müssen hier natürlich den Mittelweg suchen. Das Herzliche und Menschliche bleibt – aber eben dort, wo es hingehört: in den Behandlungs- und Diagnostikzimmern, nicht in der Bürokratie.“
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