Noch vor wenigen Tagen galten unsere Sorgen überwiegend der anhaltenden Corona-Krise – nun lassen uns die Ereignisse in der Ukraine den Atem anhalten. Der russische Angriffskrieg sorgt nicht nur für Zerstörung und menschliches Leid in der Ukraine, sondern bedroht auch Freiheit und Demokratie auf der ganzen Welt. Daher sind wir alle dazu aufgerufen, unseren persönlichen Beitrag zu leisten, um den Frieden wiederherzustellen.

Hier ein Überblick über Organisationen, die Sie unterstützen können, um den Betroffenen konkret zu helfen und vor allem die medizinische Versorgung zu sichern:

Die Teams des weltweit agierenden Vereins von Ärztinnen und Ärzten bereiten sich aktuell auf eine Vielzahl medizinischer Bedürfnisse vor und planen den Transport medizinischer Hilfsgüter. Zudem werden für mehrere Krankenhäuser der besonders betroffenen Regionen Donezk und Luhansk Schulungen in Notfallmedizin und chirurgischer Notfallbehandlung durchgeführt.

Sie können Ärzte ohne Grenzen mit einer Geldspende unterstützen. Zudem werden händeringend Fachkräfte aus medizinischen Berufen gesucht – nicht nur für die Ukraine. Wenn Sie also jemanden kennen, der jemanden kennt… machen Sie gerne darauf aufmerksam.

Der deutsch-ukrainische Verein Blau-Gelbes Kreuz e.V. unterstützt seit 2014 die Entwicklung der Ukraine zu einer freien, demokratischen Gesellschaft. Seit Ausbruch des Krieges werden verschiedenste Maßnahmen realisiert, um insbesondere Kindern und stark bedürftigen Menschen zu helfen.

Der Verein nimmt Geldspenden und Sachspenden (aus logistischen Gründen aktuell nur von Unternehmen) entgegen – und kümmert sich um die Unterbringung der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer. Falls Sie also Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung stellen möchten, wenden Sie sich gerne an das Blau-Gelbe Kreuz.

Das Deutsche Rote Kreuz ist dabei, eine Versorgungslinie in die Ukraine aufzubauen: Dafür wird aktuell ein Hilfstransport ins polnische Lublin vorbereitet, von wo aus Nothilfsgüter für Menschen in der Ukraine und Geflüchtete genutzt werden können.

Für Geldspenden wurde ein zentraler Spendenzweck „Nothilfe Ukraine“ eingerichtet – Sachspenden können vom DRK aufgrund der momentanen Sicherheitslage nicht entgegengenommen werden.

Der Verbund ukrainischer Ärztinnen und Ärzte, die in Deutschland tätig sind, organisiert mehrere LKWs mit medizinischen Hilfsgütern für ihr Heimatland. Für die Organisation des Transports sind sie auf Geldspenden angewiesen – die Spenden werden zudem für die Zivilbevölkerung und verletzte Soldatinnen und Soldaten eingesetzt.

Der medizinische Messenger medflex möchte Menschen aus der Ukraine den Zugang zu telemedizinischer bzw. teletherapeutischer Versorgung ermöglich – dazu werden Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gesucht, die den Betroffenen aus der Ferne helfen möchten. Die benötigte Technik wird von medflex gestellt.

Machen Sie die Medizinerinnen und Mediziner in Ihrem Umfeld gerne auf die Aktion aufmerksam und schreiben Sie bei Interesse an: service@medflex.de

Für die Menschen aus der Ukraine gibt es eine Informationsseite in der Landessprache.

Die Initiative health4ukraine versucht pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland zu bringen – dazu sind sie mit der ukrainischen Botschaft sowie Pflegeheimen vor Ort und in Nachbarländern in Kontakt.

Einrichtungen sind dazu aufgerufen, freie Kapazitäten zu melden und erkrankte Kinder und Pflegebedürftige zumindest temporär aufzunehmen. Die Kosten werden von health4ukraine und den unterstützenden Organisationen vollständig übernommen.

Als Notapotheke engagiert sich action medeor seit über 50 Jahren für die Gesundheit von Menschen weltweit. Am Hauptstandort lagern Medikamente und medizinisches Equipment, um damit Gesundheitsstationen auf der ganzen Welt zu versorgen.

Ihre Arbeit kann durch Geldspenden unterstützt werden – Sachspenden werden ebenfalls entgegengenommen, jedoch nur über Kontakte aus der pharmazeutischen Industrie und Großhändler.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation GAiN leistet der Verein Hoffnungszeichen humanitäre Hilfe für Flüchtlinge. Dazu werden per LKW Hilfsgüter, wie Nahrungsmittel, Kleidung und Hygieneartikel in die Regionen geschickt, in welchen bereits erst Geflohene eingetroffen sind.

Mit einer Spende können Sie die Betroffenen in diese dramatischen Situation unterstützen.

Unter dem Motto #help4health setzt sich die ZUKE Community (Zukunft Krankenhaus-Einkauf (ZUKE) & ZUKE Green) dafür ein, dass dringend benötigte medizinische Hilfsmittel schnell dahin kommen, wo sie gebraucht werden. Jeder Tag zählt und kann Leben retten. Dringend benötigt werden zum Beispiel Handschuhe, Verbandsmaterial, Infusionssysteme, Infusionsständer, Dekompressionsnadeln, Desinfektionsmittel, Hygieneartikel u.v.m.

Finden Sie hier die vollständigen Materiallisten, welche gesendet werden können oder in der Region des nordrhein-westfälischen Erkelenz auch abgeholt werden.

Krisenchat.de ermöglicht Kindern und jungen Menschen in Krisensituationen ein niedrigschwelliges, professionelles digitales Hilfsangebot. Mit Krisenchat bieten qualifizierte Ehrenamtliche aus den Bereichen Psychologie, Psychotherapie und Sozialpädagogik eine anonyme Anlaufstelle.

Der Chat ist rund um die Uhr erreichbar. Krisenchat sucht nach ehrenamtlichen Psychologinnen und Psychologen.

Wenn Sie Ukrainisch oder Russisch sprechen, können Sie sich hier in eine Liste eintragen. Die private Initiative eines Berliner Übersetzers baut einen Pool mit ehrenamtlichen Übersetzern auf, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. Eine Ausbildung als Übersetzer oder Dolmetscher ist dabei nicht zwingend notwendig.

Der „Freunde helfen! Konvoi“ bringt medizinische Hilfsmittel in die Ukraine und umliegende Krisengebiete. Aktuell liegen konkrete Bedarfslisten aus der Ukraine und Moldawien vor.

Hier finden Sie den regelmäßig aktualisierten Materialbedarf, Lagerstandorte in Deutschland sowie ein Formular, in dem Sie Angaben zu Ihren kleinen bis mittelgroßen Sachspenden machen können. Im Fokus stehen derzeit sterile Verbände/Pflaster, Drainagen, Skalpelle, Nadeln, (ambulante) OP-Kits, Infusionen und -bestecke (z. B. Glucose, Ringer, Plasmaexpander), Antibiotika, Analgetika/Sedativa, Insulin, … Jeder Tupfer, jedes Skalpell, jede Insulindosis hilft!

Der Transport von Ihnen zu den entsprechenden Abgabestellen kann von der Organisation übernommen werden.

Jeder noch so kleine Beitrag hilft. Mit gemeinsamen Initiativen, Solidarität und Mitmenschlichkeit können wir dafür sorgen, dass der Frieden wiederhergestellt wird – davon sind wir fest überzeugt!

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Wenn Sie weitere Organisationen oder Initiativen kennen, die sich für die Ukraine einsetzen und von denen noch mehr Menschen erfahren sollten, verlinken Sie diese gerne in den Kommentaren oder schreiben Sie uns – wir erweitern den Beitrag dann entsprechend.

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Daniela Drescher
Daniela Drescher
berichtet für coliquio Insights über die wichtigsten Marketing-Trends und liefert Inspirationen für die Pharmakommunikation der Zukunft.