Wie sich Ärzte durch den Dschungel an Informationen bewegen ist eine Frage, die alle Pharmaunternehmen beschäftigt. Welche Tools nutzen die Mediziner, worüber tauschen sie sich aus und welchen Wissensbedarf haben sie? Martin Drees befasst sich seit über 10 Jahren mit dieser Fragestellung. Sein Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Pharmaunternehmen und Ärzten zu fördern. Auf dem coliquio Summit wird er erstmals einen konkreten Einblick in die Fach-Community geben. Ich habe mit ihm vorab über seine wichtigsten Erkenntnisse gesprochen.

Nathalie Haidlauf: Martin, was beobachtest du zurzeit auf coliquio, wie informieren sich die Ärzte heute?

Martin Drees:  Hier tut sich momentan sehr viel. Die Nutzer stöbern verstärkt nach Neuigkeiten und gelangen so von einem relevanten Thema zum anderen. Deshalb ist es für uns wichtig, zu wissen, was den User interessiert. Auf dieser Basis können wir ihm relevante Themen vorschlagen und der Arzt hat keine langen Wege.

  • Wie alle sozialen Medien ist coliquio nicht nur ein Ort, wo Mediziner gezielt etwas nachschlagen, sondern ein Netzwerk, wo Ärzte sich umschauen und erfahren wollen, was es Neues gibt.

    Martin Drees coliquio GmbH / Gründer und CEO

Offenbar hatten wir hierfür schon vor 10 Jahren das richtige Gespür, als wir die ersten waren, die gesagt haben: Es bringt nichts, Pharmainhalte wie in einem Produktkatalog von A-Z aufzulisten. Wir müssen echte Inhalte anstatt Werbebotschaften liefern – und diese auffindbar machen, indem wir thematisch und indikationsspezifisch clustern. Jeder Arzt soll das Wichtigste auf einen Blick sehen und mit jedem Klick sein Wissen erweitern können. Unser Ziel ist es, den Arzt in möglichst kurzer Zeit möglichst zielgerichtet zu informieren.

Nathalie Haidlauf: Wie wichtig sind Daten, wenn es darum geht, die optimale Customer Journey für den Arzt zu gestalten?

Martin Drees:  Eine sehr große Rolle, denn wir haben den Anspruch, unsere Entscheidungen datenbasiert zu treffen – auch sehr kleinteilige Entscheidungen.

  • Dank Data Intelligence habe ich die Möglichkeit, Antworten auf sehr spezifische Fragen zu finden. Z. B.: Wofür interessieren sich Onkologen, welche Informationstiefe brauchen Kardiologen, wie gut erreichen wir Allgemeinärzte über interaktive Tools?

    Martin Drees coliquio GmbH / Gründer und CEO

Hier lernen unsere Teams täglich dazu und arbeiten permanent daran, Pharmainhalte so aufzuarbeiten, dass sie den interessierten Arzt mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen, ihn unterhalten und ihm relevantes Wissen anbieten. Unsere Mission ist: Wir wollen der persönliche Informationsassistent des Arztes sein. Ziel ist es, jeden Nutzer so gut zu kennen, dass wir genau wissen, welche Inhalte er sehen möchte.

Nathalie Haidlauf: Wie gelingt es in einer datengetriebenen Umgebung, den einzelnen Nutzer im Blick zu behalten?

Martin Drees:  Mir bringt es immer viel, einem Arzt über die Schulter zu schauen, während er sich durch coliquio klickt. Dieser Blick von außen ist sehr aufschlussreich. Erst letzte Woche war ich bei einer niedergelassenen Gynäkologin vor Ort und habe mit ihr darüber gesprochen, wie sie coliquio im Alltag nutzt. Sie ist eine echte Power Userin, das war sehr interessant. Auf dem coliquio Summit werde ich mehr darüber erzählen und einen konkreten Einblick in die Community geben. So will ich coliquio für Pharmaunternehmen greifbar machen, sodass sich jeder etwas darunter vorstellen kann.

  • Für viele Unternehmen, die noch nicht mit uns zusammenarbeiten, ist coliquio eine Black Box, da nur Ärzte Zugang haben. Auf dem coliquio Summit geben wir das erste Mal einen exklusiven Einblick und zeigen, wie coliquio konkret funktioniert.

    Martin Drees coliquio GmbH / Gründer und CEO

Nathalie Haidlauf: Ich freue mich darauf. Vielen Dank für das Gespräch, Martin.

coliquio Summit 2018
Nathalie Haidlauf
Nathalie Haidlauf
berichtet für coliquio Insights über die wichtigsten Marketing-Trends und liefert Inspirationen für die Pharmakommunikation der Zukunft.

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Luise Recktenwald

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