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Ärzte sind täglich gefordert, medizinische Entscheidungen zu treffen: Worauf deuten die Symptome des Patienten eventuell noch hin? Welches Präparat hat sich in solchen Fällen bewährt? Was ist bei der Therapie zu beachten? Fachzeitschriften und Nachschlagewerke helfen bei akuten Fällen oft nicht weiter. Der Arzt braucht Tipps von Medizinern, die schon einmal einen ähnlichen Fall hatten – und zwar schnell. In der Ärzte-Community helfen sich die Ärzte gerne aus: Sie teilen ihr Wissen, berichten aus ihrer Erfahrung, geben Anregungen für die Beurteilung eines Falls. Mehr als 1.600 Fälle werden auf diese Weise jährlich gelöst. Ich zeige Ihnen, wie die User dabei vorgehen und welcher Fall die Ärzte in den letzten Monaten besonders fasziniert hat.

So holen sich die Ärzte Hilfe in der Community

Martin Drees, coliquio Gründer und CEO, bezeichnet die Ärzte-Community oft scherzhaft als „größte Klinik Deutschlands“. Denn hier können die unterschiedlichsten Fachmediziner – quasi zwischen Tür und Angel – mit Kollegen anderer Disziplinen sprechen und sich Rat holen. Häufig fragen die Ärzte in der Community nach Tipps bei der Diagnosestellung oder der richtigen Behandlung.

Typische Fragen sind beispielsweise:

  • „Was können Sie für einen schwierigen Fall der Erkrankung XY empfehlen?“
  • „Hat jemand eine Erklärung dafür, warum es nach Therapie XY zu folgenden Vitalwerten kommt?“
  • „Wie gehen Sie vor, wenn ein Patient sich folgendermaßen verhält?“
  • „Ich behandle den Patienten mit Präparat XY, aber die Symptome verschlimmern sich, was kann ich noch tun?“
  • „Gestern war ein Patient mit Befund XY bei mir, war meine Entscheidung die richtige?“

 

Oftmals brauchen die Ärzte auch Hilfe von benachbarten Disziplinen, weil ein Fall ihre Kompetenz überschreitet. In der Community können sich Allgemeinärzte beispielsweise an Kardiologen wenden, Pädiater an Psychotherapeuten, Gynäkologen an Internisten usw. Dieser fachübergreifende Austausch ist sonst nur in großen Kliniken möglich – und selbst dort angesichts des hohen Zeitdrucks oft im Bedarfsfall nicht möglich.

Patientenfälle auf coliquio

User, die einen Patientenfall im Diskussionsbereich auf coliquio einstellen, stoßen bei der Community immer auf offene Ohren. Wie viele Ärzte sich an einer Fallauflösung beteiligen ist dabei nicht entscheidend, sondern die Schnelligkeit des Feedbacks: Meist sind die Fälle innerhalb von 48 Stunden umfassend beantwortet und der Fragesteller hat die entscheidenden Hinweise erhalten. Seine neuen Erkenntnisse kann er direkt für die weitere Behandlung eines Patienten nutzen. Abschließend schreibt der Fragesteller ein kurzes Fazit. Anhand dessen können Interessierte, die in der Community nach einem ähnlichen Fall recherchieren, das Ergebnis schnell nachlesen.

Bei diesem Fall haben 5.426 Ärzte ihre Einschätzung geteilt

Patientenfälle werden auf coliquio nicht nur von den Ärzten selbst eingestellt. Im Infocenter „Der besondere Fall“ stellt die coliquio Redaktion regelmäßig spannende reale Fälle vor und fragt die User nach ihrer Einschätzung. Die Rubrik erfreut sich großer Beliebtheit, da der Arzt hier seine Erfahrungen einbringen und sein Wissen testen kann. Dieser Fall stieß beispielsweise auf großes Interesse:

Patientenfall

Nach der Beschreibung des Befunds und des Verdachts, dass das Mittagessen der Auslöser gewesen sein könnte, dürfen die Ärzte tippen, welcher Erreger die Symptome verursacht.

Unter der Abstimmungsmöglichkeit findet der Leser einen Button zur Auflösung des Falls. Er kann also entscheiden, ob er den Fall aktiv lösen oder nur schnell die Auflösung lesen möchte. Die Beteiligung an der Abstimmung ist in der Regel sehr hoch – in diesem besonders interessanten Fall waren es sogar 5.426 Ärzte, die sich an der Fallauflösung beteiligten.

Darum sind Patientenfälle so beliebt

Für viele Ärzte ist coliquio die einzige Möglichkeit, im Bedarfsfall schnell Tipps von Kollegen und Spezialisten zu erhalten. Gleichzeitig sind die gewonnenen Erkenntnisse für alle coliquio-User nützlich: Interessierte Ärzte können sich anhand der gelösten Fälle Anregungen holen, wenn sie selbst einen ähnlichen Fall haben. So wächst der Wissensschatz auf coliquio ständig und wird für Mediziner aus ganz Deutschland zugänglich, die sich vor einer Entscheidung rückversichern wollen.

Das geschieht nicht aus purem Altruismus, denn auch der Arzt, der sich an einer Auflösung beteiligt, profitiert davon. Er ist in der für ihn typischen Situation, sich anhand einer Fallbeschreibung für eine Therapie entscheiden zu müssen. Aber der entscheidende Vorteil zum Berufsalltag: Nach seiner fiktiven Entscheidung bekommt er die Auflösung auf dem Silbertablett präsentiert. Für ihn ist dies eine effiziente Art und Weise, sein Wissen zu erweitern.

Aus Unternehmenssicht sind Kasuistiken ein ideales Mittel, um bei der Zielgruppe das Bewusstsein für eine bestimmte Indikation oder Therapie zu steigern. Das Pharmaunternehmen Vifor Pharma hat damit gute Erfahrungen gemacht und gibt im Video-Interview einen Einblick in seine Strategie: Best Practice – 6 Gründe, warum Sie Kasuistiken nutzen sollten.

Nathalie Haidlauf
Nathalie Haidlauf
berichtet für coliquio Insights über die wichtigsten Marketing-Trends und liefert Inspirationen für die Pharmakommunikation der Zukunft.

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