„Wie gehen Fachkollegen in bestimmten Fällen vor und wie würde ich behandeln?“ Ärzte lieben es, sich auf diese Weise Wissen anzueignen. Deshalb gehören Kasuistiken zu den meistgelesenen Inhalten im Ärztenetzwerk coliquio. Wir nennen Ihnen sechs gute Gründe, warum Patientenfälle der ideale Content für die digitale Arztkommunikation sind – und liefern Ihnen ein Beispiel aus der Praxis: Kerstin Dehn, Multichannel Marketing Manager bei Vifor Pharma, gab uns im Interview einen Einblick in ihre Content Strategie.

Nehmen wir aber zunächst einmal unter die Lupe, warum die Kommunikation von Patientenfällen so erfolgreich ist. Was hat die Kasuistik, was andere Fachartikel nicht haben?

6 Gründe, warum Sie Kasuistiken nutzen sollten

Fälle werden gern gelesen:

In der Ärzte-Community coliquio werden 73 % aller Inhalte von den Ärzten in der Freizeit gelesen. Das heißt, die Mediziner nehmen sich bewusst Zeit, um sich zu informieren. Patientenfälle sind dafür ideal: sie gehen fachlich in die Tiefe, sind aber trotzdem leicht verständlich und praxisnah. Wenn wir auf coliquio Patientenfälle vorstellen, tun wir das meist in zwei separaten Artikeln. Im ersten schildern wir die Anamnese und in einem darauffolgenden Artikel lösen wir den Fall auf. Anhand der Lesequoten können wir ganz klar erkennen, dass die Ärzte am Ball bleiben und den Fall bis zur Auflösung verfolgen. So einen Spannungsbogen hat nur die Kasuistik.

Beide Seiten lernen:

Die Kasuistik ist auf coliquio nicht nur ein Lerninhalt für den Arzt, sondern auch für das Unternehmen. Sind Quick-Polls integriert, kann der Arzt nach der Lektüre des Falls sein Wissen testen. Durch dieses Tool befasst sich der Arzt aktiv mit dem Gelesenen. Gleichzeitig erfährt das Unternehmen, wo aufseiten der Zielgruppe eventuell noch Wissenslücken oder Unklarheiten bestehen.

Wissen verfestigt sich durch Austausch:

Auf einer digitalen Plattform wie coliquio haben Ärzte die Möglichkeit, den Patientenfall zu kommentieren – sofern das Unternehmen Kommentare zulässt. Der Arzt kann beispielsweise Rückfragen stellen, eine Einschätzung abgeben oder aus seiner Erfahrung berichten. Indem er sich mit Fachkollegen austauscht, ist ein höherer Grad des Investments und damit ein besserer Kontakt mit dem Gelesenen vorhanden.

Sie erfahren, wie gut Sie Ihre Target-Ärzte erreichen:

Durch permanente Datenanalyse erfahren Sie, ob Ihre Zielgruppe den Inhalt gelesen und verstanden hat. Sie lernen täglich dazu und können so Ihre Strategie permanent anpassen. Welche Einstiegsfrage, welcher Patiententypus, welcher medizinische Sachverhalt weckt am ehesten das Interesse der Ärzte? Dieses Feedback ist auch aufschlussreich für die Arztkommunikation in anderen Kanälen.

Ihre Marke wird positiv besetzt:

Damit der Arzt auf den ersten Blick erkennt, von wem die Kasuistik stammt, sind die Beiträge immer mit dem Markenlogo des entsprechenden Unternehmens versehen. Auf diese Weise erreichen Sie den Arzt mit Ihrer Wort-Bild-Marke – auch wenn der Arzt Inhalte nur querliest. Zudem kommt es Ihrem Image zugute, dass Sie praxisorientiertes Wissen bereitstellen, ohne Ihre Produkte zu sehr in den Vordergrund zu stellen.

Kasuistiken sind leicht zu erstellen:

Noch leichter ist es, bestehendes Material zu nutzen. Fälle, die bereits in anderen Formaten wie z. B. Weiterbildungsveranstaltungen verwendet werden, finden dann auch digital ein Publikum. Wollen Sie regelmäßig Patientenfälle vorstellen, kann auch eine Kooperation mit einem KOL sinnvoll sein, der Sie mit spannenden Patientenfällen aus seiner Praxis beliefert – wie das konkret aussehen kann, haben wir hier kürzlich gezeigt.

Patientenfälle sind also bestens geeignet, den Arzt mit relevantem Fachwissen zu versorgen – sie sind leicht zu erfassen, spannend zu lesen und praxisnah. Schauen wir uns nun an, wie das Unternehmen Vifor Pharma Kasuistiken nutzt, um ihre Zielgruppe zu erreichen.

Best Practice aus dem Ärztenetzwerk

Vifor Pharma arbeitet im Ärztenetzwerk coliquio seit vielen Jahren mit Kasuistiken. Im unternehmenseigenen Infocenter stellt das Unternehmen regelmäßig einen Fall vor. Dabei wird der Arzt direkt adressiert, beispielsweise so: „Sind Sie mit dem therapeutischen Vorgehen im geschilderten Fall einverstanden oder hätten Sie zu einem Zeitpunkt anders reagiert?“

Kerstin Dehn, Multichannel Marketing Manager bei Vifor Pharma, verrät uns, warum diese Art der Wissensvermittlung so wirksam ist und welchen Mehrwert insbesondere digitale Kanäle bieten.

Was wir von Vifor Pharma lernen

Es gibt nicht das eine Erfolgsrezept für die erfolgreiche Kommunikation im Netz. Aber es gibt ein paar Zutaten, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Sie die Aufmerksamkeit der Ärzte gewinnen. Das Beispiel von Vifor Pharma gibt uns zwei konkrete Erfolgsfaktoren an die Hand.

1. Berichten Sie über medizinische Problemstellungen aus der Praxis.

Indem Ihr Unternehmen interessante Patientenfälle veröffentlicht, bietet es dem Arzt die Möglichkeit, sich zwischendurch und ohne großen Aufwand über Ihr Fachthema zu informieren.

2. Stellen Sie die Kasuistiken dort bereit, wo Ihre Zielgruppe unterwegs ist.

In Fach-Communities wie coliquio treffen Sie die Ärzte genau dann an, wenn diese bereit sind zu lernen. Ihr Unternehmen profitiert vom Pull-Effekt: Der Arzt liest die Kasuistik „freiwillig“ und ist entsprechend motiviert, sich das Wissen anzueignen. Indem er direkt adressiert wird und sich mit Kollegen über den vorgestellten Fall austauschen kann, verfestigen sich sein Know-how und seine Disease Awareness.

Nutzen Sie Ihr Know-how über alle Kanäle hinweg

Vielleicht arbeitet Ihr Unternehmen auf Vorträgen, in Seminaren und im Außendienst bereits mit Kasuistiken, die Sie online adaptieren können. So erhalten Sie mit geringem Aufwand aufmerksamkeitsstarken Content, den Sie digital ausspielen können. Sie erfahren, welche Fälle für Ihre Zielgruppe am interessantesten sind und wo den Ärzten noch Fachwissen fehlt.

was die Zielgruppe bewegt
Nathalie Haidlauf
Nathalie Haidlauf
berichtet für coliquio Insights über die wichtigsten Marketing-Trends und liefert Inspirationen für die Pharmakommunikation der Zukunft.

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