„Eine gut organisierte Veranstaltung in einer tollen Location. Mir hat besonders das breite Spektrum an Speakern gefallen. Ein inspirierender Tag.“ – Diese Aussagen waren am Donnerstag im EUREF-Campus häufiger zu hören. Über 160 Entscheider und Marketing-Verantwortliche aus der Pharmabranche tauschten sich beim coliquio Summit aus.

Im Mittelpunkt stand dieses Mal der Slogan „Make it happen!“ und wie neue Technologien ins Daily Business gebracht werden können. Besonderes Highlight waren in diesem Jahr Workshops, in denen Teilnehmer spannende Themen gemeinsam erarbeiteten. Ich habe ein paar Impressionen und die wichtigsten Erkenntnisse des Tages für Sie gesammelt.

Neue Anstöße für das Pharma-Marketing in praxisnahen Workshops

Zum allerersten Mal trafen sich Pharma-Marketer in drei Workshops, um Best Practices und neue Anstöße fürs eigene Daily Doing zu erhalten.

Fabian Schweizer, Redaktionsleiter bei coliquio, und sein Team zeigten praktische Tools und Insights, wie Ärzte durch Content Marketing und eine Arzt-zentrierte Herangehensweise mit den eigenen Botschaften erreicht werden können.

Innovationsberaterin „Frida Futura“ (Frederike Riemer) erarbeitete zusammen mit den Teilnehmern, wie Design Thinking als strukturierte und kreative Herangehensweise genutzt werden kann, um komplexe Probleme zu lösen.

Dr. Michael C. Müller, CEO stradoo GmbH und coliquio Product Manager Tobias Steimer zeigten, wie Pharma-Marketer mit den geänderten Faktoren beim Produkt-Launch umgehen können und sich mit den Vorteilen der digitalen Kommunikation in einem kompetitiven und schnelllebigen Umfeld durchsetzen.

Exklusiver Austausch zum Auftakt: Der Leadership Lunch

Fester Bestandteil beim coliquio Summit ist der Leadership-Lunch. Im Restaurant Cinco by Paco Pérez trafen sich auch in diesem Jahr wieder 19 Pharma-Entscheider, um Erfahrungen und Best-Practices auszutauschen.

Make it happen: Best Practices fürs Pharma-Marketing

Praxisbeispiele von anderen Unternehmen, die sich ins eigene Daily Business übersetzen lassen, waren auf dem diesjährigen Summit wieder sehr gefragt.

Maks Giordano (Gründer kreait GmbH) diskutierte zusammen mit Peter Albiez (Deutschland-CEO Pfizer) und Thomas Schulz (langjähriger SPIEGEL-Korrespondent im Silicon Valley) darüber, warum ein Paradigmen-Wechsel in der gesundheitlichen Versorgung stattfinden muss, warum der Patient die Hoheit über seine Daten bekommen sollte und weshalb Gesundheitsversorger in Zukunft nach Ergebnissen bezahlt werden sollten.

Joss Hertle (Head of Digital Business Transformation bei Sanofi-CHC Deutschland GmbH) zeigte, dass der Anteil der Herstellung in der Wertschöpfung immer weiter abnimmt und der Anteil von Informationen an der Wertschöpfungskette steigt. Seine Erfahrung bei Google und in der Pharma-Branche zeigt, wie der digitale Wandel trotzdem gelingen kann.

Viel mitzunehmen gab es bei den Q&A Sessions, bei denen Marketer aus drei verschiedenen Pharmaunternehmen ihre Erfolgsrezepte teilten: Experimentierfreudig bleiben, den Kontakt zu Kunden pflegen und nutzen sowie das Richtige richtig machen.

Daten besser nutzen: das coliquio Performance Center

Der coliquio Gründer und Geschäftsführer Martin Drees zeigte, warum Inhalte den Arzt heute nur noch dann erreichen, wenn sie glaubwürdig aufbereitet und zielgenau ausgesteuert sind. Außerdem veranschaulichte er, wie coliquio mithilfe von Daten dem Arzt die relevantesten Inhalte zukommen lassen kann.

Anschließend gewährten Tobias Steimer (Product Manager) und Miriam Schlechter (UX / User Research Spezialist im Produkt Management) exklusive Einblicke. Sie zeigten neue Lösungen, mit denen Partner und Kunden ihre Kampagnen-Performance managen und wichtige Insights zu Kommunikationschancen ihrer Zielgruppen erhalten können.

Inspiration: „We shape our tools and then our tools shape us.“

Zahlreiche Aha-Effekte lieferte ein Impulsvortrag von Autor und Biohacker Teemu Arina, der zeigte, wie Menschen Verantwortung für die Performance und Gesundheit des eigenen Körpers übernehmen können und die Implikationen, die sich hieraus für Pharmaunternehmen ergeben.

Rafael Hostettler, Erziehungsberechtigter eines humanoiden Roboters, zeigte den Einfluss, den Robotik und Künstliche Intelligenz auf die Medizin haben und beantwortete die Frage, wie gut wir bereits darin sind, menschliches Verhalten mit einem Roboter nachzuahmen.

Auch in diesem Jahr zeigten Start-ups, wie Technologie Healthcare verändern wird:

Inga Bergen (CEO von Magnosco) hat DermaFC entwickelt, ein Medizinprodukt zur Unterstützung der (Früh)diagnose des malignen Melanoms auf Grundlage von Lasertechnologie und Künstlicher Intelligenz. Sie tritt damit den Beweis an, dass Ärzte mit dem Einsatz der digitalen Zweitmeinung Krankheiten schneller und besser erkennen und behandeln können. Das Berliner Unternehmen Heartbeat Labs hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht, die Gesundheitsbranche zu digitalisieren – seit dem Start Mitte 2017 hat Heartbeat Labs drei Start-ups gegründet – Kinderheldin, Hy Studio und Fernarzt – und in sieben weitere investiert. Dr. Paul Hadrossek von Heartbeat Labs gab spannende Einblicke in die Arbeit des Company Builders.

Inspiriert in den Abend

Beim Sundowner tauschten die Teilnehmer ihre Eindrücke aus und nutzten die Gelegenheit, um mit den Referenten, dem coliquio-Team und Branchenkollegen ins Gespräch zu kommen. Und genau das ist für viele das eigentliche Highlight des coliquio Summits: Denn wie man weiß, entstehen im Austausch oft die besten Ideen.

Save the Date

Save the Date: 6. coliquio Summit am 18. Juni 2020

Lust auf noch mehr Inspiration? Nächstes Jahr geht es weiter! Wenn Sie den coliquio Summit nicht verpassen wollen, dann lassen Sie sich jetzt schon vormerken.

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Lysander Fuchs
Lysander Fuchs
ist Redakteur bei coliquio Insights und berichtet über aktuelle Marketing-Themen und ihre Relevanz für den Gesundheitsmarkt.