Vier Jahre Forschung und über 16.000 Interviews haben die entscheidenden Aspekte einer erfolgreichen digitalen Transformation in Unternehmen untersucht. Das Buch „Technology Fallacy“ basiert auf Erkenntnissen aus dieser Verbundstudie von MIT Sloan Management Review (SMR) und Deloitte Digital. Wir fassen den Inhalt für Sie zusammen. Lesen Sie in Teil 3 der Serie, wie sich das Unternehmen verändern muss.

Der digitale Mitarbeiter

Digitale Talente anzuziehen und zu halten, ist eine der größten Schwierigkeiten, die durch die Digitale Disruption verursacht werden.

Welche Eigenschaften braucht der digitale Mitarbeiter?

Da sich die Technologie immer schneller verändert, müssen die Mitarbeiter neue Fähigkeiten erlernen, um für Unternehmen wertvoll zu bleiben. Das bedeutet einerseits lebenslanges Lernen. Denn nur wer selbst wachsen will und agil ist, kann seinem Unternehmen helfen, dasselbe zu tun. Andererseits steigt die Wichtigkeit eines „Growth Mindset“ – die Überzeugung, dass Intelligenz, Talent und Persönlichkeit entwickelt werden können und nicht statisch oder vorgegeben sind.

Die digitale Unternehmenskultur

Die Organisation selbst muss eine Wachstumsmentalität entwickeln, die an der digitalen Strategie ausgerichtet ist. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Menschen keine festgefahrene Denkweise haben.

Außerdem ist die Unternehmenskultur entscheidend. Sie kann mit dem Wasser in einem Fischbecken verglichen werden. Wenn das chemische Gleichgewicht des Wassers nicht stimmt, werden die Fische sterben.

Mit Top-Down-Initiativen aus dem Management werden Sie die digitale Akzeptanz und das Engagement der Mitarbeiter nicht fördern. Erwarten Sie also nicht einfach, dass sich die Mitarbeiter an die nächsten digitalen Initiativen anpassen. Das ist sehr ineffektiv.

Unternehmen brauchen eine digitale Kultur, die ihnen dabei hilft, das Beste aus ihren Führungskräften, ihren Mitarbeitern und deren Talent herauszuholen.

Dennoch gleicht keine digitale Kultur der anderen – aber einige Eigenschaften haben alle gemeinsam: Digital ausgereifte Organisationen sind weniger hierarchisch und arbeiten kollaborativer, agil und funktionsübergreifend. Sie fördern Experimente, sind mutiger, weisen eine höhere Risikotoleranz auf und schätzen kontinuierliches Lernen.

Fazit der Autoren

Die Transformation geschieht nicht in erster Linie durch die technologischen Veränderungen, sondern durch die Änderung der Unternehmenskultur. Wenn diese angepasst wurde, können nachfolgende technische Änderungen und Änderungen der Geschäftsprozesse leichter angenommen werden.

Newsletter

Nie wieder Neuigkeiten verpassen

Auf coliquio Insights bekommen Sie regelmäßig die wichtigsten Neuigkeiten rund um die Themen Zukunft der Medizin, Pharma-Marketing und die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter und verpassen Sie keinen Blogpost mehr!

Bildquelle: Unsplash / Danijel Durkovic

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar
E-Mail-Adressen werden nicht veröffentlicht.

Ich möchte Benachrichtigungen erhalten bei weiteren Kommentaren.

Jutta de Monte
Jutta de Monte
ist Redakteurin bei coliquio Insights und berichtet über aktuelle Arztdiskussionen auf coliquio.